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Wie entsteht ein fränkisches Hausbier?

Bierrezept und Brauprozess

Die BarthHaas Campus Concept Brewery ist die ultimative Geschmackswerkstatt der Bierwelt. Hier vereinen die BarthHaas Geschmacksexperten reiche Brauerfahrung und echte Hopfenleidenschaft mit modernster Brautechnik. Immer wieder besuchen Kunden und Partner die Brauerei, um gemeinsam neue Biervisionen in die Tat umzusetzen. So auch „Die Wirtschaft“ aus Nürnberg.

Bierkreation für „Die Wirtschaft“ in Nürnberg

Für das neue fränkische Lokal am Nürnberger Hauptmarkt durften wir ein Hausbier kreieren. „Freidla“ sollte es heißen und das regionale Genusshandwerk und die kulinarischen Traditionen perfekt ergänzen. Das Projekt setzten wir gemeinsam mit der Nürnberger Brauerei Schanzenbräu um, die uns ihre große Brauanlage zur Verfügung stellte und die Abfüllung in die praktischen 0,33 Liter Flaschen übernahm.

Fränkisches Bierrezept

Doch von vorne: Zunächst ging es an die Rezeptentwicklung. Unser Ziel war ein Bier, dass nach „mehr“ schmeckt, aber trotzdem auf einem typisch fränkischen Lagerbier aufbaut. Wie das gelingt? Mit einer guten Portion fränkischem Hopfen! Für das „Freidla“ haben wir Spalter Select, Spalt Spalter und Hersbrucker Aromahopfen verwendet. Die Hopfensorten sorgen für das intensive Hopfenaroma und für eine feinherbe Bittere. Darüber hinaus wurde Braumalz aus Bamberg verwendet, nämlich Pilsner Malz und Münchner Malz, wobei letzteres für eine dunklere, intensivere Bernsteinfarbe sorgt. Insgesamt wurde also nicht an Rohstoffen gespart, denn es gilt: Mehr Hopfen und mehr Malz = mehr Geschmack.

 

Bierbrauen in der BarthHaas Campus Concept Brewery

Gemeinsam mit meinen Braukollegen Lorenz Schareina und Lennart Paul ging es an die Umsetzung. Kurz zusammengefasst durchlaufen wir beim Bierbrauen folgende Schritte:

  1. Schroten: Das Malz wird kleingemahlen
  2. Maischen: Das geschrotete Malz wird mit Wasser vermischt und erhitzt
  3. Abläutern: Der Malztreber wird aus der Würze, dem vergärbaren Teil der Maische, entfernt.
  4. Kochen: Hopfen, in diesem Fall Hopfenpellets, werden zur Würze gegeben und bei ca. 100 °C gekocht
  5. Kühlen: Die Würze kühlt im Gärtank ab, bevor zum Schluss die Hefe zugesetzt wird

Das Team von „Die Wirtschaft“ durfte live dabei sein, als ihr Bier in unserer BarthHaas Concept Brewery entstand. Verkostet haben wir es am Schluss natürlich auch! Zunächst haben wir bei uns im Campus 80 Liter gebraut, weitere 2.000 dann in der großen Anlage von Schanzenbräu, die sich auch um die Abfüllung gekümmert haben.

 

Unfiltriertes fränkisches Bier

Das Ergebnis unserer fränkischen Geschmackskooperation ist ein charaktervolles Bier mit ca. 5,2% Alkohol und einer Stammwürze von ca. 12,4°P. Aber was macht das „Freidla“ zu einem so besonderen Geschmackserlebnis? Das Bier wurde nicht filtriert und ist somit naturbelassen. Dadurch bleibt mehr Geschmack im Bier. Außerdem wurde es extra lang über 5 Wochen gereift, bevor es abgefüllt wurde. Damit ist es nicht mehr so trüb wie andere Kellerbiere. Wir sind stolz auf dieses coole Gemeinschaftsprojekt und freuen uns schon darauf, uns bei „Die Wirtschaft“ ein „Freidla“ zu genehmigen.

Wenn Sie auch eine Biervision haben, die Sie mit unseren Geschmacksexperten zum Leben erwecken wollen, dann kontaktieren Sie uns unter brewingsolutions@barthhaas.de.

Ein Beitrag von

Technical Manager Brewing Solutions

Marius Hartmann

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