Wenn in Deutschland die Hopfenfelder längst abgeerntet sind, beginnt am anderen Ende der Welt die Saison erst so richtig. Für Mona bot sich im Rahmen des Hops & Travel Programms die einmalige Gelegenheit, nach Australien zu reisen und dort direkt bei der Ernte mitzuarbeiten. Vier Wochen lang erlebte sie nicht nur die Arbeit rund um den Hopfen, sondern auch den besonderen Alltag auf einer australischen Farm.
Das BarthHaas „Hops & Travel“ Programm bietet jungen Hopfenbauern aus der Region Hallertau eine einzigartige Gelegenheit, ihren Horizont zu erweitern. Durch Praktika bei unseren Partnerunternehmen – John I. Haas in den USA und Hop Products Australia – sammeln die Teilnehmer praktische Erfahrungen und erhalten einen globalen Einblick in den Hopfenanbau. Die diesjährige ausgewählte Teilnehmerin Mona tauchte vier Wochen lang in die vielfältige Welt des Hopfens ein. Ihre Reise vertiefte nicht nur ihr Fachwissen, sondern gab ihr auch einen Einblick in den Alltag auf einer australischen Farm – eine ebenso bereichernde wie unvergessliche Erfahrung.
Arbeiten zwischen Trocknung, Labor und Feld
Während ihres Aufenthalts unterstützte Mona vor allem die Tagesschicht in der Hopfentrocknung. Dort bekam sie einen direkten Einblick, wie frisch geernteter Hopfen Schritt für Schritt verarbeitet wird – vom Anliefern bis zur schonenden Trocknung.
Auch beim Pressen des Hopfens, beim Einhängen in die Pflückmaschine und beim Abfahren vom Feld packte sie tatkräftig mit an. Besonders das Fahren der vollen Hopfenladungen vom Hopfengarten gefiel ihr sehr, weil hier Technik und Natur unmittelbar zusammenkamen.
Abgerundet wurde ihre Arbeit durch spannende Einblicke im firmeneigenen Labor, wo Proben analysiert und Qualitätsparameter überprüft wurden – ein Blick hinter die Kulissen, den man im normalen Alltag kaum bekommt.
Technik, Einblicke und neue Perspektiven
Besonders beeindruckend waren für Mona die technischen Dimensionen und Abläufe, die sie vor Ort kennenlernen durfte. So bekam sie nicht nur einen vollständigen Überblick über den gesamten Hopfenernteprozess, sondern auch die Möglichkeit, eine zweite Farm im Bundesstaat Victoria zu besichtigen.
Ein echtes Highlight war die exklusive Führung durch die brandneue Pelletieranlage. Abgerundet wurde ihre Arbeit durch faszinierende Einblicke in das eigene Labor von Hop Products Australia. Die moderne Technik dort hat sie nachhaltig beeindruckt und gezeigt, wie unterschiedlich Hopfen international verarbeitet werden kann – und wo sich gleichzeitig viele Parallelen zur heimischen Praxis finden lassen.
Gemeinschaft und Gastfreundschaft
Neben der Arbeit blieben auch die Begegnungen nicht auf der Strecke. Mona betont, wie freundlich und offen alle auf der Farm waren – egal ob Festangestellte oder Saisonarbeiter. Schon nach kurzer Zeit entwickelten sich Freundschaften, und man fühlte sich wie ein Teil der Gemeinschaft.
Ein besonderes Erlebnis war das Barbecue nach dem sogenannten „Niederfall“ – ein Moment, an dem alle zusammenkamen, um die Ernte zu feiern und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.
Ein Erlebnis fürs Leben
Für Mona steht fest: Die Reise nach Australien war weit mehr als nur ein Arbeitsaufenthalt. Sie brachte nicht nur wertvolle Einblicke in den Hopfenanbau auf der anderen Seite der Welt, sondern auch unvergessliche persönliche Erfahrungen. „Man hat immer einen Ansprechpartner auf der Farm, es wird sich gut um einen gekümmert und man bekommt Eindrücke, die man sonst nie sammeln würde“, erzählt sie. Für sie war es ein Erlebnis fürs Leben.
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